Vor einigen Tagen habe ich hier im Blog kurz darauf aufmerksam gemacht, dass Google+ für den renommierten Webby Award nominiert ist. Anfang Mai stehen nun die glücklichen Gewinner bereits fest – die komplette Liste ist hier zu finden. Am 21. Mai folgt dann noch die feierliche Preisverleihung, die dann auch im Webby Awards YouTube Channel live verfolgt werden kann.
In der Sparte Social Media Website gab es für den 2012 bereits zum 16. Mal verliehenen Webby Award folgende Nominierungen:
Die Webby Awards Jury fand an Pinterest den größten Gefallen – herzlichen Glückwunsch!

Pinterest ist ein vor allem in den USA mittlerweile ziemlich angesagtes Netzwerk zum einfachen Teilen von Bildmaterial. Hierzulande hat Pinterest wohl vor allem aufgrund der wesentlich geringeren Behandlung in den (Web-)medien und der fehlenden deutschen Benutzeroberfläche noch nicht so wirklich eingeschlagen – aber mal sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt.
Google+ kam dann beim zweiten, von den Internetnutzern selbst durch Abstimmung vergebenen Preis zum Zuge – herzlichen Glückwunsch auch hier!
Das Volk hat gesprochen und die Leistungen des Google+ Teams nach dem Crunchie Award 2011 ein weiteres Mal mit einem bekannten Preis honoriert. Sicherlich ein großes Lob, welches man Google damit ausspricht.
Ein paar Sätze mit meiner persönlichen Meinung möchte ich hierzu gern noch loswerden…
Die beiden Gewinner könnten nicht weniger überraschend sein. Google+, zumindest unter den nominierten Projekten eindeutig mit Platzhirsch-Anspruch, und Pinterest, der in den einschlägigen US-Blogs bis zum erbrechen gehypte Bildchentausch.
Gut, der People’s Voice Award ist eine einfache Sache, dass Google+ hier den anderen Nominierten gegenüber einen Vorteil hat wenn es um das blanke Sammeln von Stimmen geht, ist eindeutig. Ich bin aber doch etwas enttäuscht, dass die Webby-Jury nicht den Mut (?) hatte, ein weniger bekanntes Projekt zu wählen. Gerade I Had Cancer finde ich persönlich ein wunderbares Beispiel eines sozial engagierten Netzwerks, welches sicherlich die Aufmerksamkeit durch einen Preis gut gebrauchen könnte.
Aber nein, Pinterest hat gewonnen. Und leider habe ich dabei irgendwie das Gefühl, es wurde sich da der Allgemeinheit des Hypes um das Projekt gebeugt. Das ist ja nun nichts neues, wäre Pinterest nicht in jüngerer Vergangenheit auch zunehmend in Kritik geraten, etwa durch die mehr oder minder heimliche Platzierung eigener Affiliate-Links in den Nutzerbeiträgen. Ein solcher Vertrauensbruch den eigenen Usern gegenüber sollte meiner Meinung nach auch bei solch einer Preisverleihung berücksichtigt werden und schließt für mich eigentlich den Gewinn praktisch aus.
Seltsamerweise scheint es aber den Lobeshymnen auf Pinterest keinen Abbruch zu tun. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was los wäre wenn etwa Google als Branchenriese sowas abziehen würde – da würde mal ganz anders zur Jagd geblasen!
Naja, so ein Award ist ja nun sicher nichts, worüber es sich aufzuregen lohnt, man macht sich halt so seine Gedanken… ![]()
Tags: gewinner, pinterest, webby award