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Pseudonyme in Google+ werden nun doch kommen, die Realnamenpflicht wird abgeschafft

20. Oktober 2011 von - 23 Kommentare

In einem Interview, das Vic Gundotra und Sergey Brin auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco gaben, verkündete ersterer die nach der stets recht eifrigen Verfechtung der Realnamenpflicht in Google Plus recht überraschende Nachricht, dass Google diese demnächst abschaffen werde.

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Vic Gundotra und Sergey Brin (Credit: James Martin/CNET)

Von Beginn an steht Google wegen der Pflicht, in Google+ den echten Namen zu verwenden teilweise stark unter Beschuss. Mal sind sie lauter, dann wieder leiser, aber die kritischen Stimmen wollten nie so ganz verstummen. Anscheinend war dies für Google Anlass genug, das Thema nochmals zu überdenken und nach einer für alle annehmbaren Lösung zu suchen.

Die Entscheidung ist nun aber gefallen:
Die Abschaffung der Realnamenpflicht in Google+ ist beschlossene Sache.

Gundotra betonte, dass man sich zu Beginn des Feldtests zugunsten der Atmosphäre im Netzwerk zunächst gegen die Möglichkeit der Verwendung von Pseudonymen in Google Plus entschieden habe. Doch nun werde man Mittel und Wege finden, Pseudonyme zuzulassen ohne die gute Atmosphäre die in Google+ vorherrsche zu beeinflussen.

Dies sinnvoll umzusetzen werde jedoch nicht einfach sein – deshalb bittet Google um etwas Zeit, diese Angelegenheit zu durchdenken und möglichst zufriedenstellend zu lösen.

Die genaue Art und Weise wie dies geschehen soll ist noch unklar, beispielsweise könnte es durchaus sein, dass Google auch in Hinsicht auf kommende Produkte wie Wallet weiterhin auf die Angabe eines Realnamens besteht, dieser aber nur zu internen Zwecken dient und nach aussen hin durch ein Alias ersetzt wird. Genauere Infos zur Durchführung werden sicherlich in den nächsten Wochen folgen.

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23 Comments

  1. Netz Hog20. Oktober 2011 am 08:16 via Google+

    "ein guter und mütiger schritt" – da stimme ich zu!

  2. Alexander Frey20. Oktober 2011 am 09:32 via Google+

    … nicht sonderlich straight! Schade, ich fand es gut!

  3. Klaus Lohse20. Oktober 2011 am 09:59 via Google+

    - ich finde es auch schade….ich fand die Realnamepflicht ganz ok

  4. Daniel Mohr20. Oktober 2011 am 10:19 via Google+

    Das hat dem ganzen ein gewissen Glanz verliehen, da sich so niemand "vermummen" kann.

  5. vanvox20. Oktober 2011 am 10:26

    Alias finde ich in Ordnung, wenn im “Über mich”-Bereich irgendwo der echte Name zu finden ist.

    AntwortenAntworten
  6. Klaus Lohse20. Oktober 2011 am 10:34 via Google+

    ich vermute die haben hoellische Angst das die Mitglieder das abschreckt & evtl. Google+ damit scheitern koennte.

  7. Daniel Mohr20. Oktober 2011 am 10:39 via Google+

    Der Kampf zwischen Facebook und Google+ ist meiner Meinung nach gerade ziemlich belustigend. Der eine Jagd dem anderen die Ideen ab und wartet auf Fehler des Mitbewerbers…

  8. Oliver Zimmermann20. Oktober 2011 am 11:06 via Google+

    Ich finde es ebenfalls schade, die Realnamepflicht fand ich garnicht schlecht.

  9. Florian Afhüppe20. Oktober 2011 am 11:07 via Google+

    Ich denke das ist der richtige Schritt, den Google da einschlägt. Und ich glaube auch nicht, dass sich das negativ auf die Qualität der Konversationen hier auswirkt.

    Schön fände ich ja eine Lösung, die ungefähr so aussieht: Man hat grundsätzlich einen Pseudonym, kann sich aber bei jedem Post mit seinem Realnamen offenbaren – sofern man das denn möchte. Aber die Idee ist nicht ganz wasserdicht – also wohl doch eher nur ein Name.

  10. Bernd Zolchhofer20. Oktober 2011 am 11:36 via Google+

    Ich habe überhaupt kein Problem damit und war grundsätzlich schon immer ein Befürworter der Realnamenpflicht, weil ich felsenfest davon überzeugt bin, dass sich dies auf die Kommunikationskultur positiv auswirkt.

    Auch mit Hinblick darauf, dass das Mindestalter mit endgültigem Release von Google+ nochmal um ein paar Jahre sinkt sehe ich ein Auftreten unter dem Deckmantel eines Pseudonyms nicht gerade positiv.

    Ich kann aber auch verstehen, dass die Angabe des Realnamens für manche Menschen aus künstlerischen oder Selbsterhaltungszwecken nicht in Frage kommt, von daher begrüße ich diese Änderung.

    Ich kann mir nur bei besten Willen nicht vorstellen, wie Google das umsetzen möchte. Jede Lösung, die nach wie vor die "Zwangsspeicherung" des echten Namens beinhaltet wird m. M. bei den (selbsternannten) Datenschutzwächtern gnadenlos durchfallen.

    Sollte anders herum diese Angabepflicht wegfallen, dann sehe ich entweder das Niveau hier den Bach runtergehen oder die Kommunikation wird nur noch innerhalb von Inseln stattfinden, da kaum mehr öffentlich gepostet wird sondern fast nur noch in die eigenen Kreise von Personen wo man weiß, wer hinter Knuffelbär1983 steckt.

    Doch wer nicht öffentlich postet verliert die Gelegenheit, neue Mitleser zu gewinnen, was der sichere Tod der Aktivität in einem sozialen Netzwerk wäre.

  11. Stephan Beier20. Oktober 2011 am 11:36 via Google+

    Damit wird Google sich in jedem Fall auf Facebook-Niveau herabsetzen. Das ist echt Schade. Damit können dann wieder irgendwelche sorry Vollidioten zu irgendetwas ihren Hirnpups loswerden und die Qualität des Ganzen herabsetzen. Seinen Realen Namen möchte man dann doch lieber schützen. Auch wird man sich eher überlegen, was man öffentlich postet. Gerade die "In der Nähe"-Posts werden mit sicherheit vermüllt. Da fand ich es immer schön, dass man sehen kann, was in der Umgebung los ist.

  12. Oliver Schöngruber20. Oktober 2011 am 11:47 via Google+

    Erstens: https://plus.google.com/101253323487276297095/posts/82EHiPFNJmq

    Zweitens die Qualität wird definitiv sinken. Man sehe sich mal die Beiträge diverser "Kinder & Jugendlicher" in Facebook an.
    Aber nein nicht nur die! Es gibt auch leider (!) zu viele "Erwachsene" die von Post-Kultur bis jetzt noch nichts gehört oder gelesen haben.

    Wir sind aber alle selber schuld.
    Denn wenn jemand so einen shice daher tippt, könnten wir ganz einfach den User ignorieren und der würde sich entweder ändern (ne – nicht wirklich) oder/aber ganz einfach verstummen.
    Und hiermit wäre der Stream wieder aufgeräumt.

    Aber warum ignorieren wir die alle nicht?
    Weil zum größten Teil das alles trotzdem potentielle Freunde oder Bekannte sind, die unter anderem nicht wirklich so schlecht sind, wie sie posten.
    Da fällt dann die eigene moderate Entscheidung schon wieder etwas schwerer.

    Für mich käme ganz einfach die Idee, beides bekannt geben zu dürfen am besten vor:
    Oliver Schöngruber /Alias Olliwood
    Das kann doch nicht so schwer sein…!

  13. Oliver Zimmermann20. Oktober 2011 am 12:09 via Google+

    Ich bin auch der Meinung das wenn es keine Realnamepflicht mehr gibt, die Qualität der Beiträge sinken wird.
    Bei bekannten Künstlern und Bloggern etc. bin ich allerdings dafür das sie ihren Künstlernamen benutzen dürfen, vielleicht kann man das ja so regeln das man seinen Künstlernamen zusätzlich zum Realnamen angeben kann?
    Damit wären einige Probleme gelöst, meiner Meinung nach.

  14. Oliver Schöngruber20. Oktober 2011 am 12:35 via Google+

    +Oliver Zimmermann Ist doch genau meine Rede…

  15. Oliver Zimmermann20. Oktober 2011 am 12:55 via Google+

    Ja da hast du recht, seh es grade.

  16. Pingback: Google+ will Pseudonyme zulassen | Privatsphäre und Datenschutz im Web 2.0

  17. Oliver V.20. Oktober 2011 am 15:31 via Google+

    Jo ist doch ok, warum auch nicht, machen andere Sociale Netzwerke ja auch so.

  18. Alexandra Löw20. Oktober 2011 am 17:42 via Google+

    Realnamen wo ? also wenn man sich mal auch in Google die Namen so ansieht bezweifle ich stark das alle so drin stehn wie sie ihre Mutter einst genannt hat. Zumal die Qualität der Postings etwas mit dem zu tun hat, was man als "Freunde" in seinen Kreisen hat. Auch Kids können vernünftig schreiben und mancher Erwachsene nur Schrott.

  19. Jannis20. Oktober 2011 am 19:33

    Schon irgendwie sarkastisch diese News am gleichen Tag zu lesen, an dem das eigene G+-Konto gesperrt wurde, weil man anstelle des vollen Nachnahmens eine Abkürzung dessen verwendet hat.

    Und zu der Furcht vor sinkender Post-Qualität:
    Die ist praktisch nur von den Leuten abhängig, mit denen man sich umgibt.
    Das meiste an Müll, den ich auf Facebook lese, stammt sogar von Leuten, die ihren Realnamen verwenden.

    AntwortenAntworten
  20. Bernd20. Oktober 2011 am 20:30Autor

    @Jannis: Ah, das ist natürlich blöd, hoffe Du kriegst das schnell geregelt!

    Es geht mir nicht um die Posts an sich, natürlich kann ich die durch meine Kreise filtern. Aber ich als Blogger lebe ein Stück weit davon, extrem viel öffentlich zu posten, und da kann eben jeder seinen Kommentarsenf dazu geben.

    AntwortenAntworten
  21. Carsten21. Oktober 2011 am 06:08

    Klarnamenpflicht ist so grundsätzlich gar nicht mit den Grundgedanken des Internets vereinbar. Jeder sollte immer und überall das Recht haben, seine Meinung frei und anonym äußern zu können.
    Das fängt bei mir an, der nicht will, das jeder weiß, mit welchen Themen ich mich beschäftige und hört bei Protestlern aus Dikaturen auf, für die es lebensgefährlich sein kann, ihren Realnamen zu nutzen.

    Für mich besteht eine gute Kommunikationskultur nicht darin, dass jeder aufpassen muss, was er sagt, sondern darin, dass jeder sagen kann, was er denkt.

    Auch bei Facebook nutze ich (ganz davon abgesehen, dass meine Aktivität auf der Datenschleuder eh gegen 0 geht) selbstverständlich nicht meinen Klarnamen, sondern ein Pseudonym. Hätte ich diese Möglichkeit nicht, würde ich die Plattform umgehend verlassen. Leider sind viele von Euch schon längst in der Post-Privacy-Ära angekommen, so wie es dich Mark Zuckerberg gewünscht hat.

    AntwortenAntworten
  22. Pseudonym23. Oktober 2011 am 16:14

    Nun ich denke ob Pseudonym oder Real-Name das spielt keine Rolle.

    Es gibt viele Menschen die wirklich gute Beiträge schreiben und dieses aus unterschiedlichen Gründen mit einem Pseudonym machen.

    Die einen haben Private Gründe wie z.B. Stalking oder Mobbing. Die anderen einen Beruf der auf dem Spiel steht wenn sie z.B. ihre politische, religiöse oder eigene Meinung öffentlich schreiben würden. Andere leben vielleicht in einem Land wo sie aufpassen müssen was sie schreiben und was nicht.

    Klar gibt es auch viele schwarze Schafe die Pseudonyme nutzen um ihren Müll los zu werden oder sogar um anderen zu schaden. Aber wenn wir an Seiten wie z.B. Wikileaks denken oder Bewegungen wie Anonymous. Die es ohne Pseudonyme nie geben würde. Dann ist eine Pseudonym Benutzung nicht verkehrt. Klar bin ich absolut gegen Angriffe auf Internetseiten wie es z.B. Anonymous macht. Aber neben diesen wird auch viel Aufklärung von dieser Gruppe gemacht, die es ohne Pseudonym nicht geben würde.

    Ich glaube die Optimalste Lösung wäre….
    Man muss generell einen Nicknamen angeben und hat die Zusatzoption seinen echten Namen anzugeben.
    Wer dann keine Lust auf die Leute hat, die nur ein Pseudonym nutzen, muss dann allerdings die Möglichkeit haben, in seinen Privatsphäre Einstellungen, einen Haken bei “User ohne Angabe des Namens dürfen keinen Kontakt zu mir aufnehmen” zu machen.

    Das wäre zwar eine Trennung zwischen Pseudonym-Usern und echten Menschen. Aber solange jeder User die Möglichkeit hat diese Trennung selbst einzustellen sollte es jeden zufrieden stellen.

    AntwortenAntworten
  23. Pseudonym23. Oktober 2011 am 16:25

    PS: Ich bin selbst nicht bei G+ also weiß ich nicht was es da alles gibt. Aber ich könnte mir vorstellen das man auch bei Diskussionen oder Gruppen wenn es sie da gibt eine Einstellung machen könnte das sich daran nur User mit echten Namen beteiligen können. Oder solche Benutzer einfach ausgeblendet werden können.

    AntwortenAntworten

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